Wiederverwendung

Wiederverwendung ist ein wichtiger Aspekt in unserer Nachhaltigkeitsstrategie. In unserem Gewächshaus geht es dabei insbesondere um die Wiederverwendung von Wasser und den zirkulären Einsatz von CO2.

Wiederverwendung von Wasser

Wasser ist selbstverständlich wichtig für das Wachstum unserer Pflanzen. Wir verwenden dabei kein Trinkwasser, sondern das Regenwasser, das auf unser Gewächshaus fällt. Dieses Wasser sammeln wir in einem großen Wasserbecken.

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Foto man in kas met Gerbera's

Nährstoffe hinzufügen

Bevor wir dieses Wasser unseren Pflanzen zuführen, entnehmen wir Proben sowohl von unseren Pflanzen als auch vom Wasser. So analysieren wir wöchentlich, wie viel und welche Nährstoffe die Pflanzen benötigen, und prüfen, mit welchen Nährstoffen wir das Wasser ergänzen müssen. 

Regenwasser enthält von Natur aus nur einen bestimmten Salz- und Säuregrad, aber keine Nährstoffe wie Eisen, Phosphorsäure, Ammoniumnitrat und Kalk. Allerdings verwenden wir auch Wasser aus unseren Gewächshäusern wieder. Dieses enthält bereits Nährstoffe. Deshalb nehmen wir auch immer Proben von diesem wiederverwendeten Wasser, um zu berechnen, ob und wie viele Nährstoffe wir der neuen Mischung aus Regenwasser und wiederverwendetem Nährwasser noch hinzufügen müssen, um wieder einen optimalen Nährwert zu erreichen.

Reinigung von verwendetem Wasser

Überschüssiges Wasser aus dem Bewässerungsprozess, aber auch aus unserem DryGair-Luftentfeuchtungssystem, fangen wir in Rinnen auf und leiten es zu einem zentralen Silo. Dieses verschmutzte Wasser durchläuft zunächst einen Hitzedesinfektor und wird auf eventuelle Viren und Bakterien gereinigt. Danach gelangt es in den Reinwassersilo, von wo aus es zusammen mit dem Regenwasser aus dem Wasserbecken erneut als Gießwasser für unsere Pflanzen eingesetzt wird. Auf diese Weise recyceln wir täglich über 140.000 Liter Wasser. 

Kreislaufeinsatz von CO2

Genau wie Wasser benötigen unsere Pflanzen auch CO2 für ihr Wachstum. Ohne ausreichend CO2 würden sie langsamer wachsen und vor allem nicht so schön und kräftig werden. Sie würden zum Beispiel schnell in der Vase schlapp werden und wären weniger widerstandsfähig gegen Krankheiten und Pilze. Wie viel CO2 optimal ist, hängt vom Licht ab. Je mehr Licht, desto mehr CO2 möchte eine Pflanze aufnehmen. Grob gesagt haben wir in unseren Gewächshäusern etwa die doppelte Menge an CO2 im Vergleich zur Außenluft. 

CO2 & die Umwelt

Wir können selbst CO2 mit unserem BHKW (Blockheizkraftwerk) produzieren, setzen aber auch CO2 von anderen ein. CO2 ist nämlich in vielen Branchen, wie der Industrie, gerade ein Problem. Die derzeitige Menge an CO2-Emissionen ist schädlich für die Umwelt: Sie verstärkt den Treibhauseffekt. Das Schöne ist, dass unsere Pflanzen gerade CO2 aufnehmen und Sauerstoff abgeben, was gut für die Umwelt ist. Unsere Branche kann also einen Teil des Problems lösen. Und das tun wir auch.

CO2 von Shell

Der Gartenbau in den Niederlanden und die Industrie arbeiten zusammen, um das bei Fabrikprozessen freigesetzte CO2 zirkulär in den Gewächshäusern einzusetzen. Aus der Botlek in Pernis führt eine Leitung von Shell zu den wichtigsten Gartenbaugebieten der Niederlande, auch zu Kwekerij de Zuidplas. Gemeinsam verhindern wir den schädlichen Ausstoß von jährlich (Mega-)Tonnen CO2 und geben dafür Sauerstoff zurück.

Da wir CO2 von der Industrie erhalten, müssen wir mit unserem BHKW auch weniger Erdgas verbrennen, um CO2 zu produzieren. Das ist also ein doppelter Gewinn für die Umwelt.