Sobald das Wasser aus dem Becken in die Gärtnerei gelangt, beginnt eine entscheidende Phase: Das Wasser wird zunächst gefiltert und anschließend mit Nährstoffen angereichert.
Das Regenwasser enthält nämlich noch keine Düngemittel. Das Drainwasser, also überschüssiges Wasser, das die Pflanze nicht aufgenommen hat, enthält diese jedoch. Das Drainwasser muss noch von eventuell vorhandenen Pilzen und Bakterien befreit werden. In der Gärtnerei De Zuidplas wird zunächst eine Nullmessung durchgeführt, um die genaue Zusammensetzung des Wassers zu bestimmen. Dabei wird unter anderem auf den Säuregrad (pH) und den Salzgehalt (EC) geachtet.
Auf Grundlage dieser Messungen werden Nährstoffe hinzugefügt, die für das Wachstum der Pflanze essenziell sind, wie Mineralien, Kalk und Eisen. Dies geschieht in einem Mischsystem, in dem Wasser und Nährstoffe intensiv vermischt werden, sodass eine stabile Mischung entsteht.
Was diesen Ansatz besonders macht, ist die kontinuierliche Optimierung. Alle zwei Wochen werden Wasserproben aus der Anlage in einem Labor analysiert. Auf Basis dieser Ergebnisse wird der Düngeplan angepasst. So erhält die Pflanze immer genau das, was sie braucht, abgestimmt auf die Wachstumsphase und die Bedingungen.
Sensoren spielen dabei eine entscheidende Rolle. Durch kontinuierliches Messen und Überwachen wird Verschwendung vermieden und die Qualität sichergestellt. Das Ergebnis ist ein effizientes und datengesteuertes System, in dem Wasser und Nährstoffe optimal genutzt werden.
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